A Ride Out
Hey, good to see you again. Sit back, kick your shoes off and enjoy the story.
Wir hatten wunderschönes Spätsommer-Wetter gehabt und um die letzen Tage von sorgloser Wärme zu feiern, hatte sich eine Stall-Kollegin von mir entschlossen, mit ihrem Pferd einen Ausritt in den Wald zu machen.
Wir dachten, dass ein Tapetenwechsel sowohl meiner Freundin, als auch ihrem Pferd Max gut tun würde.
Birgit fuhr extra früh in den Stall hinaus, sattelte Max, prüfte den Gurt zweimal und war bedacht, seinen Beinschutz ja nicht zu vergessen – nur für alle Fälle. Sie fühlte sich in ihrer neuen Reithose, die sie übers Internet gekauft hatte, besonders gut und war an diesem Tag generell sehr gut drauf. Welch Vergnügen, ein Ausritt in den Wald!
Birgit lächelte zufrieden, überprüfte ihre Zügel und Bügelriemen, vergewisserte sich, dass die Naht noch okay war und das Leder nicht brüchig geworden war seit ihrem letzten Ritt am Montag; sie wollte nicht, dass irgendetwas abriss oder brach, während sie draußen war. Sie setzte sich ihren Helm auf, verschloss ihn gut und befestigte ihre Schutzweste extra fest an ihrem Körper. Birgit und Max waren startklar.
Sie führte Max aus dem Stall und schwang sich ein wenig steif in den Sattel. Es war schwer, mit einem Oberkörper, der von einer dicken, ausgestopften Weste umgeben war, elegant zu sein. Aber, wie man so sagt‚ ‚vorbeugen ist besser als heulen und heilen’. Sie rückte ihre Ausrüstung zurecht, ihren Helm gerade und machte sich, wie ein Schiff, das in die raue See ausläuft, tapfer zu neuen Ufern auf.
Nach ein paar Metern durch die Wiese warf sie einen besorgten Blick in den Himmel; zum Glück, kein Anzeichen von Regen. Bis jetzt zumindest. Sie mochte keinen Regen, da er aus allem Schlamm erzeugt, und Schlamm konnte rutschig sein. Sie wollte es auf gar keinen Fall riskieren, dass Max ins Rutschen geriet und womöglich hinfiel. Also vermied sie es generell zu reiten, wenn es regnete oder gerade geregnet hatte, was ja in unseren Breiten ziemlich häufig vorkommt. Dennoch war der Himmel klar und alles funktionierte normal.
Aufrecht sitzend und die Hände in die Zügel gekrallt betraten sie den Wald.
Es war noch immer sehr früh. Daher dachte sie, dass sie keine anderen Reiter treffen würde, was eine gute Sache war, denn Birgit waren freundschaftliche Treffen da draußen nicht angenehm; man weiß schließlich nie, wie die Pferde reagieren würden. Ihres konnte manchmal nervös werden, also vermied sie sowieso Zusammentreffen mit anderen beim Ausreiten. Aber sie hatte sich einen guten Tag ausgesucht, an dem es keinen Regen und keine anderen Reiter gab. Birgit seufzte erleichtert und fasste die Zügel nach.
Plötzlich erspähte sie rechts ein rotes Etwas, und es sah groß aus. ‚Oh Gott, es ist ein Traktor!’ Gewandt bog sie nach links in ein Wirrwarr aus Ästen ab und kämpfte sich durch einen noch nicht bereinigten Teil des Waldes. ‚Das ist nett’, sagte sie beruhigend zu sich selbst. ‚Das ist ja sogar eine Abkürzung.’ Aber das letzte Mal, als sie diesen Weg einschlagen musste, hatte sie sich ihre Reithose an einem Ast zerrissen, die noch dazu teuer gewesen war. Sie dachte an ihre neue Reithose aus dem Internet und hoffte, dass sie überleben würden. Aber dieser Weg war, alles in allem, auch in Ordnung. Kein Traktor konnte hier durchkommen, begründete sie ihre Gedanken.
Nach einer Weile kam sie aus dem Dickicht heraus und bog in einen Weg ein, der in eine andere Richtung führte. Sie kannte diesen Weg gut und erinnerte sich, dass es da ein liebliches kleines Bauernhäuschen auf der rechten Seite gab, das einen kleinen gemütlichen Garten mit Dahlien und Sonnenblumen hatte. Und einen Hund. ‚Hm. Ich hoffe, dass er nicht frei herumläuft.’ Sie dachte einen Moment lang an die Situation und berechnete das Risiko.
Gekonnt wendete sie bei der nächsten Gelegenheit nach links ab und beglückwünschte sich für das rasche Mitdenken. Es war ein kleiner Hund, klar, und der Garten war von einem Zaun umgeben, kein Zweifel. Aber auch kleine Hunde konnten ganz schön laut bellen und sie wollte keine Verletzungen riskieren, für den Fall, dass sich Max erschrecken würde.
Sie folgte dem neuen Weg etwas schneller als ihr lieb war. Sie waren nämlich in Richtung Stall unterwegs und Max hatte seinen Schritt beschleunigt. Aber Birgit hatte dies kommen gesehen und ihre Hände schon vorsorglich ganz dicht um die Zügel geschlungen. Sie redete beruhigend auf Max ein und zog ein Mal vorsorglich am Zügel um ihn daran zu erinnern brav zu sein. Mit dem Herz in ihrer Hose schlugen sie eilig den Weg nach Hause ein.
Ungefähr 15 Minuten, nachdem sie den Stall verlassen hatten, erschienen Birgit und Max wieder am Hof; ihre neue Reithose war zerrissen und beide waren schweißnass. ‚Es ist egal, wann ich ausreite’, sagte sie, ‚es wird immer gefährlich. Ich weiß, dass es nett sein soll, aber es zahlt sich einfach nicht aus.’
Das Leben ist riskant, nicht wahr?
Ein Ausritt in den Wald bringt immer gewisse Gefahren und Risiken mit sich, so wie es eben bei jedem Abenteuer im Leben ist. Allgemein gesagt bedeutet das, je toller und aufregender die Erfahrung ist, desto größer ist auch das Risiko. Aber das gehört zum Leben dazu. Kein Risiko, kein Spaß. Die Sorgen und Ängste von Birgit haben sie nicht nur die Zügel krampfhaft festhalten lassen, sondern auch ihr Leben.
Die beste Art, um all die faszinierenden Abenteuer zu verpassen, ist, seine Zügel möglichst kurz und angezogen festzuhalten – die des Pferdes und die des eigenen Lebens – und nach Gefahr und Risiko Ausschau zu halten. Wenn dies ein faszinierendes Abenteuer ist, so garantiere ich Ihnen, dass Sie genug davon finden werden.
Fröhliches Ausreiten,
Lisa
z7rvuikj92
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Ha ha ha ha. I know how it feels, although I’m not THAT bad. It really is just being afraid of things you think will happen, not things that have happened. I guess I really do scare myself. I think also that we tend to scare our horses too. They catch our apprehension and fear and then they really do act up. It begins with us, but it’s difficult to stop. It’s hard to break the pattern.
I’m working on it. :-)
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Du meinst sicherlich nicht mich, oder??? :-)
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@ Linda: That’s really it isn’t it. We get scared of what we think might happen. We scare ourselves with our thoughts. And then we get our horses all involved. They feel our fear and think that something scary is happening. Crazy. Fear is just a thought, and as we all know, thoughts can indeed be changed. It begins, and ends, in our minds.
@ Birgit: Nein, dich hab ich natürlich nicht gemeint ;-)
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Gute Geschichte, gern gelesen.
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Thnx :-)
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excellent storytelling. wir sollten uns treffen. sagt ed.
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Another great metaphor! I love the way you look at things, Lisa. Reading your blog really inspires me to stop and think about things for a moment.
You’re right about clamping down on the reins of life. I make it a point to do at least one thing per month that really puts me out of my comfort zone – anything from climbing a steep ladder (huge fear of heights!) to riding a motorcycle. I refuse to let my life be dictated by fear and I think I’ve had some amazing experiences because of that. Thanks for the inspiration to ponder…
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Michelle – good idea. Getting out of that comfort zone is the best way have a blast and grow. Fear really is the enemy of all growth and keeps us from enjoying our lives. I’m sure your experiences have been wonderful because of your attitude. Think of all the great stories you’ll have to tell your grandchildren (if and when you ever have any) about all the fun stuff you did and how crazy Gramma was(is). :-)
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[...] reflex). Fear is, in fact, a God-given resource that helps keep us stay alive. But in the “brilliante , thanks I needed this segment”, this sums it up perfectly… on how our horses teach [...]